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2009
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Schreiberinnen-Informationen
Das Jahresleitthema 2010 heisst «Zusammen»
Die Heftleitthemen: Die Redaktionsschlüsse:
Frühling: zusammen finden/die Suche 15. Februar
Sommer: zusammen wirken/das Netzwerke 15. Mai
Herbst: zusammenhalten/die Stärke 15. August
Winter: zusammenbleiben/die Partnerschaft 15. November
Gedanken zum Jahresleitthema
Vor langer Zeit war unser Kontinent vom Neandertaler besiedelt. Später erschien
der homo sapiens und verdrängte den ersteren. Archäologen sammelten unzählige
Funde der beiden Rassen, um zu verstehen, was die eine erfolgreicher machte als die
andere. Anfängliche Thesen, wie etwa der Homo sapiens sei dem Neandertaler körperlich überlegen oder sein technisches Know-how ausgereifter, mussten wieder aufgegeben
werden. Des Rätsels mögliche Lösung wurden die Fundorte von Schmuckstücken,
kleine Mammuts und Löwenmenschen. Diese tauchten in voneinander weit
entfernten Tälern wieder auf. Daraus liess sich schliessen, dass der Homo sapiens
sich auch mit weiter entfernten Nachbarn austauschte über für damalige Begriffe
grosse Distanzen; er erhielt dadurch Entwicklungsanstösse, die dem Neandertaler
fehlten. Der Typ homo sapiens war ein Netzwerker, eine Netzwerkerin.
Wir machen das Thema, das den homo sapiens erfolgreich machte, zum Jahresthema
2010: Gemeinsames schaffen. Das Verständnis von Gemeinsamem hat eine intensive
und eine extensive Ausdrucksform; in der ersten Form bezieht es sich auf
Familie, Sippe, Gemeinde, Land. So hat es damals der Neandertaler verstanden und
es hat sich über hundertausende von Jahren bewährt.
Suchen und Finden - Frühling
Die zweite, extensive Form von Gemeinsamkeit ist nicht zwingend vorgegeben, sie
steht nicht vor meiner Haustür. Sie entwickelt sich durch Neugierde und Mut. Sie
wächst durch den Austausch von Informationen und Erfahrungen, die mir so in meiner
eigenen Welt fehlen. Ich finde neue Möglichkeiten, wenn ich es riskiere, jemanden
anzusprechen, etwas zu erforschen, mich mit etwas einzulassen, das mir noch
fremd ist, mich etwas ängstigt, beunruhigt. Hinterher entdecke ich, dass es genau das
ist, das ich schon lange suchte.
Zusammen wirken - Sommer
Aus dem sich Finden und dem Austauschen von Ideen und Waren entsteht nahtlos
die Lust, etwas gemeinsam zu gestalten, zusammen zu wirken. Dabei zeigen sich
Meinungsverschiedenheiten, Spannungen entstehen, Eifersüchteleien, Kompetenzgerangel.
Das miteinander rangeln darf Teil des zusammen Wirkens sein. Wo gehobelt
wird, da fliegen Späne. Es zeigt sich, was alles möglich wird durch das Netzwerk
von Beziehungen, Ideen, Visionen und Solidarität.
Zusammen halten - Herbst
Durch das zusammen Wirken lernt man sich kennen. Es gibt Verlässlichkeit und
man hält zusammen, wenn Not an der Frau ist. Aus der Fülle der Informationen eröffnen
sich Möglichkeiten in der Krise, an die zuvor nicht gedacht werden konnte.
Zusammen bleiben/Partnerschaft - Winter
Aus dem Fremden, das wir gesucht haben, mit dem zusammen wir etwas bewirkt
haben, das sich als verlässlich erwiesen hat, ist Partnerschaft entstanden. Das/die/der
Andere bleibt auf eine gewisse Wiese auch weiterhin das/die/der Fremde, doch das
Fremde ist nun ein Teil meiner Welt geworden. Netzwerk des Homo sapiens.
Der Frauenwelt-Ruf an die Weltenfrauen für das Jahr 2010
Unser Ziel ist nach wie vor, mit vielfältigen Texten ein Gesamtkunstwerk zu kreieren.
Es sind deshalb auch kleine Textbeiträge herzlich willkommen, die in den Seitenspalten
Platz finden. Ebenso sind Leserinnenbriefe willkommen, damit die Vernetzung
sichtbar wird. Dafür haben wir «die Leserinnenseite» ins Leben gerufen. Für
die Heftplanung ist es für Textbeiträge auf den Hauptseiten für uns hilfreich, wenn
du mit der Redaktion Kontakt aufnimmst. So ist es auch möglich, Themen zu koordinieren.
Weiter läuft das Projekt der Frauenlandschaften.
Wir freuen uns auf die vielfältigen, bunten, kraftvollen, besinnlichen und witzigen
Weltenfrauen-Ausgaben 2010 und auf deine Kontaktaufnahme mit uns.
Herzlich für das Redaktionsteam Ega Friedman & Regula Lanzendörfer
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